You Don’t Know Me

Ab heute wird Neil wieder auf der Bühne stehen: nach zwei Wochen Erholungspause beginnt der zweite Tour-Teil. Der Vocalist und seine Crew haben die Akkus hoffentlich wieder voll aufgeladen – und was macht man als Fan so zwischendrin?

Vielleicht bildet man sich ja ein wenig weiter und liest eine der unzähligen Publikationen zu Neil Diamond und seiner Biographie. Ja, auch im Internet-Zeitalter gibt es immer noch “echte” Bücher zu kaufen, zumeist dekorative “coffee table”-Ausgaben, die man dann auf der Chaiselongue durchblättern kann, vor oder nach dem neuesten Ausstellungskatalog. 😉 😀

Auf dem Bild sind die erstbesten Bücher, die ich aus meiner ND-Bibliothek gegriffen habe; natürlich gibt es x Dutzend weitere, viele ähneln sich in Wort und Bild. Ich habe ein ganzes Regal voll damit und schaue nur einige regelmäßig durch….

Eins haben alle gemeinsam: keine dieser Quellen bringt uns Neil wirklich nahe. Die meisten bleiben an der Oberfläche, listen vielleicht einige Stationen und Episoden auf und enthalten ein paar Hochglanzbilder. Bis heute gibt es keine wirklich umfassende Biographie, die Zitate von Neil und seinen Weggefährten bringt.
In Interviews finden wir über die Jahrzehnte sehr widersprüchliche Statements von Mr. Diamond, so dass er über sein selbstkonstruiertes Image und die Bühnenfigur hinaus immer noch “unfassbar” und unkronket erscheint. Aber das muss man nicht negativ sehen, die Trennung von Show und Privatleben ist sehr legitim.

Dem interessierten Fan empfehle ich Solitary Star von Rich Wiseman. Auch wenn dieses Buch bereits über 30 Jahre alt ist, werden die Kapitel durch viele Originalzitate von Bandmitgliedern und anderen Weggefährten authentisch. Man erfährt einiges zur Entstehungsgeschichte von ND-Songs und viele Zusammenhänge werden transparent. Solitary Star wurde letztendlich nicht von Neil autorisiert, und wer es gelesen hat, versteht auch warum… 😉 In diesem Buch wird NDs Verhalten z.T. offen kritisiert, was dem Meister wohl weniger gefallen hat, auch wenn die Wertschätzung des Autors immer mit durchklingt.

Ganz großartig ist auch der Bildband Neil Diamond 1971-74 von Didi Zill, hier trifft man Neil auf dem Höhepunkt seines Schaffens und trotz der größtenteils inszenierten Motive sind das “echte”, sprechende Bilder; weit entfernt von den gefönten Portraits späterer Jahre.

Welche Bücher habt ihr zuhause? Und welche würdet ihr anderen Fans empfehlen?

6 Gedanken zu „You Don’t Know Me“

  1. Ich hab alle auf dem Foto. Außerdem das von David Wild – das heißt bei mir aber nicht “He is … I say”, sondern nur “How I learned to stop worrying….etc” und “The Biography” von Laura Jackson. Das habe ich aber noch nicht gelesen. Und ich habe tatsächlich noch “The Jazz Singer” als Taschenbuch im Schrank gefunden.

  2. “He Is…I Say” habe ich auch und fand es sehr unterhaltsam zu lesen. 😀 Insbesondere das Kapitel über JLS, lol. Man erkennt sich da als Fan ganz gut wieder, allerdings ist es vom Informationsgehalt nicht sehr tiefgehend, teilweise sind auch Fehler enthalten, was das Lesevergnügen aber nicht mindert: empfehlenswerte Lektüre, macht Spaß!

    Ja, und es gibt eine Fan-Übersetzung von “Solitary Star”, aber ich habe vergessen von wem, ist schon einige Jahre alt. Axel?
    Eine Wahnsinnsfleißarbeit!
    (Ich hatte zu Studienzeiten damals den irrwitzigen Plan, eine professionell verfasste deutsche Version anzubieten…ein wahnwitziger Plan von vielen, hahaha…)

    Beim Hantieren mit den Büchern sind mir auch Presseartikel in die Hände gefallen. Ein Kapitel für sich, und ein finsteres…ich werde einen separaten Artikel dazu veröffentlichen. Be prepared. ;-))

  3. “Solitary Star” steht noch auf meiner “bucket list”; ich habe die beiden oben rechts und unten links, außerdem noch “He Is … I Said” (das mir sehr gut gefallen hat)

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