Canta Libre

Der heutige Song stammt aus einer seiner Hochphasen. Auf „Moods“ finden wir einige großartige Songs, allen voran natürlich „Play Me“, aber auch dieser hier transportiert ganz viel. Diamond at his best.

Neil wählt für Teile dieses Songs die spanische Sprache, die um vieles melodischer ist als das Englische. So verbindet er seine Worte mit der Musik und das erreicht Herz und Seele um ein Vielfaches intensiver.

„Es singt frei, das Lied des Lebens, meiner Mutter und meines Vaters“ beginnt er. (Anm.: „libre/libro“ bedeutet im Spanischen sowohl „frei“ als auch „Buch“. „Canta“ ist sowohl ein Nomen (wenn auch in veralteter Form) wie auch Verb. „Canta Libre“ ist im Altspanischen in der direkten Übertragung ein Liederbuch….Könnte man vielleicht also auch in diesem Sinn übersetzen. Ein musikalisches Repertoire. Was meint ihr denn? „Frei“ vs. „Buch“? Ein schöner Doppelsinn! )

„Sing mein Herz, für die Kinder und deren Kinder, sing frei“. Diese Zeilen umschließen die englischen Worte, und das Gesprochene zum Ende des Songs ist so musikalisch wie der vorausgehende Gesang. „Siempre conmigo“, immer mit mir. Sein Herz ist voll von Musik, sie ist in seinem Blut, sie ist sein Schicksal und sie macht ihn frei.

I got music runnin‘ in my head,
Makes me feel like a young bird flyin‘,
‚Cross my mind and layin‘ in my bed,
Keeps me away from the thought of dyin‘.
Canta libre, Canta vida, de mi madre y mi padre

Es ist die Musik, die ihn ausmacht, ihn antreibt und immer wieder aufstehen lässt. Es sind seine Lieder, die ihn Freiheit fühlen lassen, die ihn glücklich machen und seine Seele befreien, die Dunkelheit vertreiben. Sie erheben seinen Geist und machen ihn lebendig.

I got music runnin‘ in my brain,
Ev’ry song with it’s own kind of meaning,
Cleanse the soul and wash away the pain,
Baptized by the song that you’re singing.
Canta libre, Canta la vida,
siempre conmigo, canta libre

Ein Song wie eine Hymne, ein Gebet und ein Monument. Lebendige und symbolische Kraft wird auf den „song“ übertragen: lebenspendend,reinigend, heilig. („Taufe“).Einer der intensivsten ND-Songs und wir fühlen es förmlich, wie sehr er aus seinem Herzen spricht. Gehört zur Essenz, reine Poesie. Canta, mi corazón!

Captain of a Shipwreck

„Kapitän eines Schiffswracks“ nennt Neil diesen Song und tatsächlich finden wir passendes Vokabular. Sturm, Wind, Tosen, er schöpft aus dem Vollen. Und möchte seiner Dame damit sagen: egal was kommt, ich stehe an Deiner Seite. Seufz. Aber gehen wir mal ins Detail 😉

„Ich war verloren, bis Du mich gefunden hast / Du bist der Grund für mein Heute“. Aha, Frau Kapitän hat ihm quasi das Leben gerettet! Vorher hat ihn der Sturm geschüttelt und nun, an ihrer Seite, schläft er tief und ungestört, er hat Frieden gefunden. (Eins der diamondschen Dauerthemen, emotionales Bedürfnis und extremes Erfahren der schlechten Zeiten, aus denen er errettet werden möchte.)

Aber nun ist er von Dankbarkeit erfüllt und sein Refrain sehr inbrünstig. „Sollte Deine Goldmine sich als leer erweisen, werde ich weiter an dem Claim arbeiten. Wärest Du Kapitän eines Wracks, würde ich erster Offizier Deiner Schande sein.“ Egal, was kommt, sie ist nicht allein. Hach.

Zwei weitere Strophen lang versichert Neil, dass auf ihn Verlass ist. Er verspricht Trost und Schutz: „Vertrau mir, ich teile Deine Bürde / Stehe zu Dir, wo ich hingehöre / Bringt das Leben einen ungewissen Tag / Tröste ich Dich mit meinem Lied“. Ob Flut, Sturm, Feuersbrunst, „Ich bin für immer Dein / und für immer wird niemals vergehen.“
Neil vergilt seine „Rettung“ mit bedingungsloser Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Ganz wunderbar.

Im Text werden Bilder und Begriffe von materiellem Versagen und Erfolglosigkeit (Wrack, leere Goldmine) und unbeherrschbaren Naturgewalten (Sturm, Ozean, Feuer, Wind) mit seiner Treue und seinem „Song“ als ultimativem Trost kontrastiert. Darauf kann sie in ihrem gemeinsamen, ebenfalls nicht komplett kontrollierbaren Leben immer bauen. Am Ende, im letzten Refrain, verkündet er „If you’re captain of a shipwreck / you can find me up on the top deck“ – er ist für alle Welt sichtbar der erste Offizier, er gehört zu ihr, auch wenn sie kein stolzes Schiff, sondern ein Wrack steuert. Seine Frau Kapitän wird er niemals verlassen, egal wie stürmisch das Wetter ist oder ob ihre Welt in Trümmern liegt.

Hell yeah:))

Captain Sunshine

Neil hat diesen Song seinem charismatischen Percussionisten Vince Charles gewidmet. Sadly missed und ein enger Freund, der großen Einfluss auf ihn hatte.

Er wird hier nicht nur als „Kapitän“ zum Tonangeber, der „Sonnenschein“ verweist auf das zentrale Gestirn, von dem alles irdische Leben abhängt, dem alles untergeordnet ist. Unser Bereich des Universums ist heliozentrisch, die Sonne symbolisiert Licht, Wärme, Ordnung und mehr.

Es ist ein kurzer Text, der dennoch alles sagt und transportiert. Neils Captain strahlt Ruhe aus, gibt Wärme und Zuversicht, und das aus sich heraus. Er gibt Neil Halt auf eine unauffällige Art und Weise, rückt ihm seine Welt zurecht durch einfache, unaufgeregte Präsenz. Neil wäre gerne wie er.

Captain Sunshine lässt mich Wein trinken
Gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich mich zu Unrecht schlecht fühle
Er beansprucht nicht viel, er macht nicht viel
Aber ah, ein Mensch wie er zu sein
Und so unverfälscht zwischen Land und Meer zu wandeln

Captain Sunshine, er tut mir gut
Lässt die Worte reimen, wenn er weiß, dass die Melodie traurig ist

Was für ein meisterlicher Song, der diesem Mann in allem gerecht wird. Was für eine Freundschaft.

Man kann das Lied nicht hören, ohne mit einem Kloß im Hals an Vince zu denken. Dies ist sein Denkmal, was für ein Monument.

Cherry, Cherry

Neils erster Hit von 1967 hatte ursprünglich einen anderen Text und hieß „Money, Money“. Seine Produzenten und Co-Autoren Jeff Barry und Ellie Greenwich überzeugten ihn aber, statt über Geldprobleme einen teenagerpublikumkompatiblen Song zu veröffentlichen, der sich an die süße Cherry richtet.

Und die ist vielleicht tatsächlich ein Früchtchen. Jung genug, um ihrer „Mamma“ Bescheid sagen zu müssen, mit wem sie wann ausgeht…aber was die da mit Herrn Diamond veranstaltet um ihm „ihre Liebe zu zeigen“, hat Mutter Cherry wohl eher nicht unter Kontrolle.

Tell your mamma, girl, I can’t stay long
We got things we gotta catch up on
Mmmm, you know
You know what I’m sayin‘

Also, ich weiß ehrlich gesagt nicht so ganz, welche „things“ er meint. Ihr? Die Zeile „Can’t stand still while the music is playin'“ dreht sich angeblich ums Tanzen, aber so ganz glaube ich nicht an ein Wangenküsschen beim Engtanz, dafür ist Cherry doch zu „exciting“…

No, we won’t tell a soul where we gone to
Girl, we do whatever we want to
Ah, I love the way that you do me
Cherry, babe, you really get to me

Insbesondere „the way that you do me“ ist eindeutig zweideutig. Was genau die zwei an Heimlichkeiten haben, wissen wir nicht, moven und grooven kann man ja bei durchaus sehr diversen Freizeitaktivitäten. Auch tanzen.

Der Song kam bei der Zielgruppe damals sehr gut an und heute will uns Neil damit für seine Show in Stimmung bringen. Move und groove. Dann man tau!

Comin‘ Home

„Ich komme nach Hause“ singt Neil, und er bringt uns diesmal keine „Story“, sondern spricht für sich selbst. Nach „hundert Tagen auf Tour“ hört man seiner Uptempo-Nummer die reine Vorfreude an.
So beginnt das Lied mit der ungeduldigen Aufforderung an die Vermittlung, „sie“ doch endlich ans Telefon zu bekommen. „She’s got to know / I’m coming home“, und indem er sie das wissen lässt, teilt er sein Glück. Er ist tatsächlich auf dem „Heim“weg und weiß, dass er sehnsüchtig erwartet wird.

Lange war er unterwegs, wobei ihn das Bewusstsein aufrechtgehalten hat, dass es irgendwo jemand gibt, zu dem er zurückkehren wird, auch wenn zeitweise nur das Telefon sie verbindet.

For I’ve been gone
For a long, long time
But it really doesn’t matter
When she’s there on the line
Been on the road for a hundred days
And there’s nothin‘ gonna stop me
‚Cause I’m there on my way

Nein, jetzt hält ihn wohl nichts mehr auf, der Job ist erledigt und die Sehnsucht überwältigend. Denn das Wissen um seine wartende Dame ist schön, aber kann natürlich nicht alles bieten.

And I’m comin‘ home, comin‘ home
I don’t sleep good when I sleep alone
Goin‘ back, I’m knowin‘ that
You can’t make love on the telephone
And I’m comin‘ home

Indem er heimkehrt, „back to my very own bed“, kann er seine Liebe endlich auch körperlich wieder voll auskosten. Er vermisst ihre Präsenz, die er ebenso braucht wie das Gefühl der Verbundenheit.

I’ll make it through all right
Just knowin‘ that you’re there
Baby, I concede, you’re all I need
It’s more than I can bear

Ein echt netter, kleiner Gute-Laune-Song und wohl mit das großartigste Gefühl, das man haben kann. Heimkommen in Liebe. (Der tiefe Seufzer wird hier durch Fußwippen abgeleitet.) Neil verwendet einfache Umgangssprache, typische Verkürzungen und ein ganz simples Reimschema: hier braucht es keine Schnörkel, er verkündet geradeheraus, was Sache ist. Way to go

Create Me

Ich finde die relativ zufällige Abfolge Stones-Play Me-Create Me hier sehr interessant. In „Stones“ tritt Neil als Beschützer auf, in „Play Me“ braucht er die Lebendigkeit und ergänzende Kraft seiner „Sonne“ für sein Lied. Und jetzt hören wir „Create Me“, in dem spirituelle und weltliche Ebene wiederum nicht völlig getrennt sind.
„Create Me“, erschaffe mich, ist der Titel. Das bedeutet, hier beginnt jemand als Nichts, muss erst zu existieren beginnen und wir überlegen – ist das ein Gebet? Oder eine ND-typische Bitte an die Geliebte?
Die geschilderte Situation ist komplett passiv, klaustrophobisch und abwartend, „I wait alone“, „I sleep behind a wall“, „days break, nights fall / each one the same“. Hier ist jemand in Todesstarre, in einer Art Winterschlaf, fast denkt man an Grabesstille. Neil hat keine Handhabe, die Situation selbst zu ändern. In der ersten Strophe konstatiert er „my silent call unknown“, er äußert sich nicht und seine Lage, vollkommen getrennt von der Lebendigkeit der Welt, ist folglich „unbekannt“.

Dieser Song ist schließlich sein Hilferuf, der nach außen dringt. „Create me“, wiederholt er viele Male, „wake me from this sleep to then begin again, to live again“. Es ist sein Geist, seine Seele, die Wiederbelebung nötig hat (“breathe your life into my soul”), sein Körper („take me in your hands and shape me“) und er weiß, das Ergebnis wird “the greatest story told“ sein. „Know that my destiny is tied to yours / just need to trust me, our destiny is now”. Einige Jahre Erfahrung liegen hinter ihm und er sieht eine Zukunft, eine Vorbestimmung, ist sicher in seinem Wunsch.
Wie endet es? “It comforts me to see you there / there you are, we’ve come so far” lässt hoffen, dass sein “endloser Traum” in Erfüllung geht. Allerdings endet der Song mit “I dream alone” und wir finden Neil wieder hinter seiner Mauer, allein mit der Stille.

Und jetzt müssen wir entscheiden – hält Neil Zwiesprache mit Gott? Wieder finden wir viele biblische Motive, Schöpfung, die “fields yet to plow”. Sehnt er sich nach einer (vergangenen) Liebe, einer Frau? “I wait behind a wall to hear you call my name”, ist das der Wunsch nach “erkannt werden” im biblischen Sinn, sprich einer Beziehung zwischen Mann und Frau?

Die Zeile „just need to trust me, our destiny is now“ spricht jedenfalls gegen eine spirituelle Lesart. Es ist ein love song, und Neils Liebe wird wiederum eine existenzielle “Macht” zugeschrieben. Er ist nicht lebendig ohne sie und zum Warten verdammt, sie entscheidet über sein Schicksal und wie das aussehen wird, erfahren wir nicht. „Create Me“ beschreibt das Warten und seinen Ruf nach „Erweckung“ und dass der Song uns kein Ende präsentiert, ist somit stringent.

Crooked Street

Heute mal wieder eins von Neils Frühwerken aus der Bang-Phase. Veröffentlicht wurde es aber erst Jahre später, als das Label verzweifelt versuchte, noch Nutzen aus seinem abtrünnigen Künstler zu zu ziehen, der mit einer anderen Plattenfirma zum internationalen Star aufstieg. So erschienen Fledder-Compilations (hier: „Do It!“) mit längst verworfenen Stücken.

Das hier hat mir persönlich schon immer gefallen – und auf „Neil nur mit Gitarre“ musste man danach fast vier weitere Jahrzehnte warten.

Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Dieser kleine Lovesong mit simpelster Begleitung ist umso stärker in der Aussage, weil er auf das reduziert ist, was zählt. Gedrechselte Textphrasen und Arrangementgedöns hätten die Wirkung nur geschmälert. So hören wir, was wichtig ist. Einen Mann mit seinem Song.

Dankbarkeit ist es, und Liebe, das er fühlt. “Wo ich bin, was ich bin / Du bist der einzige Grund“, er sieht seine Lebensgrundlage in der erfüllten Beziehung. Dafür hat er sehr konkrete Gründe, sie hat ihn „aufgerichtet“, metaphorisch seinen „Kelch gefüllt“ und ganz konkret an ihn geglaubt und vor allem: ihn geliebt. Im direkten und übertragenen Sinn erfüllt sie ihn mit Leben und Liebe.
Deshalb ist er überzeugt, dass er ihr „alles verdankt“, in dem Bewusstsein, dass er alles und mehr schaffen kann, solange diese Liebe besteht. Und mehr noch, die alltäglichen Ängste sind ihm fern, weil es sie gibt:

And I’m not afraid to lose my way
‚Cause if I walk a crooked street
You’re there to lead me home

Sollte der Lebensweg noch so verwinkelt und unwegsam sein – sie ist da und wird ihn sicher geleiten. Das war nicht immer so: “I’ve been through bad times / And some times worse”, er geht so weit, zu sagen, dass erst sie ihm gezeigt hat, was Lebensglück bedeutet. „Und bis ich Dich traf, war ‚happy‘ nur ein Wort / Aber alles wurde anders von dem Tag an, als Du kamst.”

Das ist ein ganz typisches Diamond-Konzept. Ein unglücklicher Mann, von der Dame errettet, die ihm Erfüllung und Lebensglück bringt; die ihn führt und ihm auch in schlechten Zeiten Sicherheit und Geborgenheit verheißt.
(Die „crooked street“ wird später in einem perfekt ausgereiften Text die „road that was thorned and narrow“ werden, die Konstellation bleibt bestehen.)

You’re there to lead me home

Eine kleine große diamondsche Liebeserklärung. Nein, eine ganz große; die größte.

Crunchy Granola Suite

Die „Knuspermüsli-Suite“. Ah ja. Bereits der Titel setzt den ironischen Grundtonfall, der wahnsinnigerweise die Idee eines erhabenes Musikwerks mit dem Thema Lifestyle-Food kombiniert. Und das quasi „rockiger“ Form, uff.

(Eine Suite war ursprünglich ein orchestrales Werk, das eine festgelegte Abfolge von Tänzen in einer Grundtonart vereinigte. Später wurden unter diesem Begriff kürzere Musikstücke unter einem „Thema“ verbunden. Neils Werk ist allerdings ein normaler Popsong und setzt diesen somit in einen ironischen Kontext.)

Ich habe einen Song in meinem Kopf
Und die Melodie ist singbar, die Worte reimen sich alle
Deede-ee deet deet deet deet deet deet deedle dee dee

Ach. Ja, stimmt, das ist ein Ohrwurm. Allerdings sagt mir “deedle dee dee” jetzt nicht soo viel, auch wenn es sich toll reimt.

Obwohl er nicht viel aussagt und nicht beleidigen würde
Könnten sie Dich heimschicken, wenn Du ihn in der Schule sängest
Sie wissen nicht, was Du da bringst
Denken, dass Du Deinen eigenen Tee anbaust

Tja, so ist das. Man trällert fröhlich vor sich hin und das lustige Lied ist vermeintlich sinnlos, keiner versteht es.
Das geht nicht, da sind bestimmt exotische Kräuter im Spiel. Ts, ts, ts.  

Lass mich das hören, lass mich ran an die
Knuspermüsli Suite
Entlass Deinen Irrenarzt, hör‘ auf zu saufen
Knuspermüsli  ist sauber
Sing es
Jawoll
Da da da da
Da da da da da
Dee dee dee dumb

Ahhh, jetzt kommen wir der Sache auf den Grund! Es geht um die wohltuenden Effekte von Knuspermüsli! Das Zeug scheint alle möglichen Probleme lösen zu können. Mann muss weder seine Sinne betäuben, noch benötigt man Therapie – alles was man tun muss, um mit dem Leben klarzukommen, ist: Knuspermüsli essen. Ha.

Ich kenne einen Mann, der unerreichbar war
Er versteckte sich in einem Haus und sagte nicht viel
Deedle-dee deet deet deet deet deet deet deedle dee doo

Und wie ein Mann mit einem Tiger außerhalb seines Käfigs
Konnte er sich weder entspannen, noch darüber sprechen
Jetzt kann er es
Familienmensch
Er hat von meinen Körnern probiert

So, jetzt haben wir sogar ein konkretes Beispiel, er „kennt einen Mann“, das ist natürlich Evidenz. Die richtige Ernährung führt zu einem besseren Leben. Man kommt zur Ruhe, wird beziehungsfähig und überhaupt…Jawoll.

Dieser Song ist eine Reaktion auf Neils Umzug in das für Lifestyle-Geschwätz sehr empfängliche L.A. Bis heute ist gesunde Ernährung ein quasi religiöses Thema, inzwischen weiter verbreitet denn je. Von Makrobiotik zu Veganismus, die Anhänger einer bestimmten „Glaubensrichtung“ sind von den Segnungen ihrer jeweiligen Diät voll überzeugt. Und das wird natürlich auch kommerziell dankbar ausgenutzt, „Gesundheitskost“ ist ein riesiger Industriezweig geworden, mit Werbetexten, die wunderbar stimmig sind, aber vielleicht auf wenig „Beweisen“ basieren. Man muss es nur glauben.

Ein bis heute aktueller Kommentar zum Zeitgeschehen. Sehr cool!

Dee dee dee dumb…