Glory Road

Mit dem nächsten Song rücken wir wieder ganz nah an Mr. Diamond heran. „Späte Frühphase“ und eins seiner grandios-authentischen Stücke.

Die innere Unruhe ist Teil von Neil, und hier hat er einen Song dazu geschrieben. Er ist ein Getriebener und sein Weg ist die „Glory Road“, die Straße zum Ruhm. Und die ist recht unbequem.

So zieht er seine Stiefel an („high boots“ ), seine nötigen Habseligkeiten passen in einen „sack“, und zurückblicken mag er nicht auf der Suche „nach etwas, von dem ich weiß, dass es nicht hier hier ist, wo ich mich gerade befinde“. Er schaut nach vorne, in die Zukunft.

Weiter, immer weiter zieht es ihn und er fährt „per Anhalter“ und „schlägt sich mit Schnorren durch“. Wie stark muss sein inneres Sehnen sein, um so ein Leben in Kauf zu nehmen?

Friend, have you seen Glory Road
Say, friend, I got a heavy load,
And I know Glory Road’s waiting for me

Ja, seine Last ist schwer, aber er ist von der Richtigkeit seines Wegs überzeugt. Und davon, dass die Glory Road genau auf ihn wartet. Determination.

Seine Straße zum Ruhm ist laut der nächsten Strophe erstmal eine ausgedehnte USA-Rundreise. „Down from Seattle through to L.A.” deckt quasi die komplette Westküste ab, aber ihm liegt gar nichts an der kalifornischen Kurz-Karriere. „Seems like those folks / Go chasin’ a new star every day / Ain’t Gonna Stay”. Er will mehr, nimmt also Kurs auf’s Landesinnere: Nevada, Wyoming… bis nach Colorado und trifft “so many others“, denen es genauso geht, Suchende, Strebende.

Neil Erwähnt Louisiana und NYC und macht damit die USA-Tour fast komplett, er versucht es überall. Provinz und Metropolen. Die „anderen“ fragen ihn „have you seen Glory Road“, und ja, das hat er tatsächlich:

Rest my load,
Now I know Glory Road won’t set me free

Der Weg ist das Ziel.
Seine Glory Road hat keinen fixen Endpunkt, sie ist nicht der Weg “zum” Ruhm. Es ist vielleicht eher eine „Ruhmesstraße“, er will nicht ankommen, sondern immer weiter gehen. Glory Road und seine Sehnsucht werden ihn niemals „frei“lassen, und das ist auch gut so

Wir bleiben eng bei Neil und hören ein weiteres Highlight von „Sweet Caroline“-Album.