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The Chanukah Song

It’s the season to be jolly…Neil Diamond gehört zu den recht produktiven Lieferanten von Jahresendmusik. Als Sproß einer jüdischen Familie ist es interessant, dass er seit vielen Jahren so viel Energie für und hörbare Freude am Bearbeiten von Weihnachtsliedern hat. Seine Christmas-Alben sind gerade so omnipräsent wie der Advent, aber an dieser Stelle präsentieren wir heute seine Version des “Chanukah-Songs” von Comedian Adam Sandler. 

Hier hören wir ein augenzwinkerndes Plädoyer für diejenigen, die sich wegen ihres jüdischen Glaubens im global-kommerziellen Weihnachtsrausch ein wenig übergangen fühlten, wir hören eine Aufzählung prominenter Namen. Es gibt diverse mehr oder weniger jugendfreie Versionen dieses Songs, Neils Version finden wir auf “Cherry Cherry Christmas” von 2009 und die geht erwartungsgemäß auch an Grundschulen problemlos über den Äther.

Man mag von Adam Sandler halten, was man will, aber dieses Stück ist einfach grandios und macht jedes Jahr aufs Neue echt Spaß. Das Hanukkah-Fest (auch hier divergieren die Schreibweisen 😉 ) beginnt in  diesem Jahr am 12. Dezember, und egal, was man feiert, es gibt gerade viel gute Musik zu hören! Darauf einen Glühwein. 😉

Long Way Home

So schnell kann es gehen…Neil Diamond wäre nicht Neil Diamond, wenn er nicht immer wieder für eine Überraschung gut wäre. Und so hatte die geneigte Seitenadministratorin  die Jubiläumstour gedanklich schon ins Geschichtsalbum abgeheftet und sich ins herbstferienbedingte Funkloch begeben, als mal eben eine Verlängerung bekannt wurde.
Down Under!

Dem nun offiziellen Termin in Hawke’s Bay, Neuseeland, dürften in Kürze einige weitere folgen. Wir empfehlen, die Periscope-App auf dem neuesten Stand zu halten. 🙂

Front Page Story

Neils aktuelle Shows werden in der Presse sehr positiv besprochen. Auch wenn er mit Ende 70 die Bühne anders beschreitet als vor 30 Jahren, ist seine stimmliche Präsenz in jedem Bericht im Fokus, und das liest man als Fan sehr gerne. Wenn Mr. Diamond im September auch in Deutschland auftritt, gibt es vielleicht auch hierzulande ein entprechendes Presseecho.

Abseits von Tourberichterstattung sind Artikel über Neil selten geworden. Das ist einerseits schade, andererseits erspart es dem wunden Fanauge auch (Schlag-)Zeilen, die lieber ungelesen geblieben wären.

Neil in der Presse. Für Fans nicht immer Lesevergnügen…

Im Lauf der Jahrzehnte hat sich die Berichterstattung naturgemäß gewandelt. Vom BRAVO-Poster-Boy mit wallendem Haupthaar geriet Neil u.a. zum Thema in Frauenzeitschriften, wo seine Scheidung von Marcia genüßlich durchgekaut wurde.

Immerhin gab es tatsächlich auch in den letzten Jahren noch gute, relevante Artikel zu seiner Musik in Fachzeitschriften, und seine Alben “12 Songs” und “Home Before Dark” wurden in der Tagespresse ausführlich besprochen. Seitdem ist es deutlich ruhiger geworden im deutschen Blätterwald, mal sehen, was der September bringt…

Habt ihr auch Presseschnipsel gesammelt? Ich habe einige Kilo Papier zuhause, die ich aber z.T. seit 20 Jahren nicht mehr in der Hand hatte und die auch ein breites Spektrum bzgl. der textlichen Qualität aufweisen. Müsste ich mal systematisieren… 😉

You Don’t Know Me

Ab heute wird Neil wieder auf der Bühne stehen: nach zwei Wochen Erholungspause beginnt der zweite Tour-Teil. Der Vocalist und seine Crew haben die Akkus hoffentlich wieder voll aufgeladen – und was macht man als Fan so zwischendrin?

Vielleicht bildet man sich ja ein wenig weiter und liest eine der unzähligen Publikationen zu Neil Diamond und seiner Biographie. Ja, auch im Internet-Zeitalter gibt es immer noch “echte” Bücher zu kaufen, zumeist dekorative “coffee table”-Ausgaben, die man dann auf der Chaiselongue durchblättern kann, vor oder nach dem neuesten Ausstellungskatalog. 😉 😀

Auf dem Bild sind die erstbesten Bücher, die ich aus meiner ND-Bibliothek gegriffen habe; natürlich gibt es x Dutzend weitere, viele ähneln sich in Wort und Bild. Ich habe ein ganzes Regal voll damit und schaue nur einige regelmäßig durch….

Eins haben alle gemeinsam: keine dieser Quellen bringt uns Neil wirklich nahe. Die meisten bleiben an der Oberfläche, listen vielleicht einige Stationen und Episoden auf und enthalten ein paar Hochglanzbilder. Bis heute gibt es keine wirklich umfassende Biographie, die Zitate von Neil und seinen Weggefährten bringt.
In Interviews finden wir über die Jahrzehnte sehr widersprüchliche Statements von Mr. Diamond, so dass er über sein selbstkonstruiertes Image und die Bühnenfigur hinaus immer noch “unfassbar” und unkronket erscheint. Aber das muss man nicht negativ sehen, die Trennung von Show und Privatleben ist sehr legitim.

Dem interessierten Fan empfehle ich Solitary Star von Rich Wiseman. Auch wenn dieses Buch bereits über 30 Jahre alt ist, werden die Kapitel durch viele Originalzitate von Bandmitgliedern und anderen Weggefährten authentisch. Man erfährt einiges zur Entstehungsgeschichte von ND-Songs und viele Zusammenhänge werden transparent. Solitary Star wurde letztendlich nicht von Neil autorisiert, und wer es gelesen hat, versteht auch warum… 😉 In diesem Buch wird NDs Verhalten z.T. offen kritisiert, was dem Meister wohl weniger gefallen hat, auch wenn die Wertschätzung des Autors immer mit durchklingt.

Ganz großartig ist auch der Bildband Neil Diamond 1971-74 von Didi Zill, hier trifft man Neil auf dem Höhepunkt seines Schaffens und trotz der größtenteils inszenierten Motive sind das “echte”, sprechende Bilder; weit entfernt von den gefönten Portraits späterer Jahre.

Welche Bücher habt ihr zuhause? Und welche würdet ihr anderen Fans empfehlen?