Archiv der Kategorie: Neil

All I Really Need Is You

In diesem Monat wird neildiamondfans.de unglaubliche 20 Jahre alt. Für eine nichtoffizielle Fanseite ist das sensationell, aber es geht schließlich um Neil Diamond, Phänomen an sich.

Über die Ursprünge habe ich ja immer wieder geschrieben: ich habe schon vor 25 Jahren deutschsprachige Internetseiten zu ND vermisst und deshalb irgendwann beschlossen, selbst aktiv zu werden.

Hier ist eine kleine Retrospektive zu 20 Jahren Online-Diamond in deutscher Sprache. Vielleicht erinnert ihr Euch noch an den Zeitpunkt, als ihr dazugekommen seid? 🙂

  • So ging es 2000 mit eigener Adresse los, nach einigen Jahren Testphase bei Tripod unter dem Namen „Common Ground“. Es gab eine Seite mit Fanprofilen, Foto, Mailadresse und Vorstellungstext, so dass man sich ggf. kontaktieren konnte…Damals habe ich hart codiert, d.h. alle html-Tags selbst geschrieben…puh!
  • Die erste Blau-Phase im Jahr 2001. Zu der Zeit haben einige Fans bei der Rubrik „Songtexte“ mitgearbeitet, die deutsche Übrsetzungen anbot.
  • 2002 waren wir kurzzeitig mal grau…hier war auch noch das Pressearchiv zugänglich, dass aus urheberrechtlichen Gründen aber vom Netz genommen werden musste.
  • Recht professionell erschien die Webseite ab 2003. Hier war das erste Mal ein „Content Management System“ im Einsatz, das viele Funktionen automatisch aktualisieren konnte. Das Forum erlebte damals seinen Teilnehmerhöhepunkt…über die Jahre waren ca. 2.000 Fans registriert. Aktuell sind es etwa 200, wobei es keine „Karteileichen“ mehr gibt.
  • Dieses Layout blieb über viele Jahre und wechselte ab 2005 in das bis heute gebliebene blau. Der „Neil Diamond Webring“, in dem man von Fanseite zu Fanseite surfen konnte, ist mittlerweile inaktiv. Wir sind geblieben! 🙂
  • Diese Ansicht kennen wahrscheinlich viele von Euch: 2007 waren die redaktionellen Inhalte zugunsten der Community in den Hintergrund getreten. Dieses System war 10 Jahre lang im Einsatz, bis es so veraltet war, dass es auf der Serverumgebung nicht mehr laufen konnte. Und da sind wir im Hier und Jetzt…

Soweit die Fassadenansicht dieses Etablissements. Und was hatten wir für Spaß hier…gerne sind auch mal die Fetzen geflogen. 😉 Allen, die bis hierher durchgehalten haben, an dieser Stelle ein Riesendankeschön!
Für nächtelange Chats, lustige Konzertbesuche, Blödeleien an Board, die Fachsimpelei, die Bereicherung des Alltags.

Ich freue mich darauf, mit allen, die in Mannheim dabei sein können, anzustoßen auf uns, das Fansein und Neil. We’re all still around und das ist großartig! Auf 20 Jahre NeilDiamondFans.de 🙂

Scotch on the Rocks

Und wieder gibt es einen überraschenden, kleinen Auftritt von Neil Diamond: in der New Yorker Bar „Da Francesco“ hat er spontan mit den anderen Gästen gesungen. Katie hat den „Sweet Caroline“-Clip mit uns geteilt…


Auf Facebook tauchte außerdem noch sein Duett „You Don’t Bring Me Flowers“ mit Gastgeberin Francesca auf.


Wie schön, ihn so entspannt und fröhlich und quasi privat zu erleben. 🙂 Danke für die musikalischen Grüße, wir freuen uns!

Reminisce for a While

Vor 20 Jahren, im März 1999, war Neil Diamond zu Besuch in Deutschland und gab Konzerte in München, Stuttgart, Köln, Dortmund und Kiel. Erfahren hatte ich davon eher zufällig, damals gab es eine von @hermann initiierte Mailing-Liste, und so durfte ich dank @vinylmans Hinweis erstmals spüren, was es bedeutet, wenn der Adrenalinkick beim Verkaufsstart einsetzt. 😉 Am Ende reichte es für Reihe 3 in London bzw. 2 in Köln, als Studentin eine echte Investition, aber anders hätte ich es nicht gewollt.

Longfellow Serenade“, 27.03.’99, Ostseehalle Kiel

Für mich ein Monat der Premieren: am 13. hatte ich nach langen Jahren endlich mein allererstes ND-Konzert erleben dürfen, in London. Am 31. folgte dann noch ein erstes Mal, nämlich Neil im eigenen Land, jeweils „in the round“.

Verglichen mit späteren Jahren war das kölner Publikum recht phlegmatisch. Die Kölnarena war nicht ausverkauft, der Applaus eher höflich. Leider kann ich Euch keine eigenen Bilder von den Events bieten – damals waren die Türkontrollen unfassbar streng und ich wollte nicht riskieren, meine Kamera abgeben zu müssen. Deshalb hatte ich überhaupt keine dabei…Und habe an die Setlists nur noch vage Erinnerungen; ich habe -am Ziel meiner Fan-Träume- den Abend jeweils komplett ausgeblendet und war komplett geflasht.

Wer war noch bei den ’99er Shows? Damals kannte ich bereits einige über das Internet, habe aber erst nach der Tour den Entschluss gefasst, diese Vernetzungen in organisierte Form zu bringen. Mehr oder weniger 🙂

Beautiful Noise

Wie ist eigentlich Eure Neil-Diamond-Karriere verlaufen? Hat Euch ein Song fasziniert? Habt ihr Neil im Fernsehen gesehen?

Meine Story ist bekannt: Im Herbst 1989 lief im Radio „Beautiful Noise“ als quasi-Oldie.

Dieser Song hat mir so gut gefallen, dass ich meinen Eltern das Album aus dem Plattenschrank entführte:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1.jpeg

Für mich als gerade-mal-Teenie haben sich nicht alle Songs direkt erschlossen, aber die Faszination war geweckt. Ich wollte mehr hören, so dass ich mir aus der Stadtbücherei zwei MCs ausgeliehen habe – eine obskure Compilation und das neueste Werk.


Bildergebnis für solitary man compilation neil diamond
https://i.ebayimg.com/images/g/CggAAOxy63FSrGxr/s-l300.jpg

Ab da waren dann alle Schleusen offen. 1990 bekam ich einen eigenen CD-Player geschenkt und habe mit Schülerjobs zum ersten Mal eigenes Geld verdient. Obwohl es damals (ohne Internet!) alles andere als einfach war, wuchs meine Sammlung diverser Medien in kurzer Zeit auf beachtliche Größe.

Bei mir war es also eine direkte Gerade zum Hardcorefan. 🙂

Als Teenager hatte ich viel Zeit, aber wenig Geld und zunächst keine adäquaten Ressourcen. Trotzdem war Neil Diamond immer ein ganz wichtiger Teil meines Lebens. Mit 19 explodierte das Ganze nochmal, als ich erstmals Zugang zum Internet hatte – jetzt stand in erster Linie der Austausch mit anderen Fans im Mittelpunkt. Es dauerte dann nochmal fünf lange Jahre, bis ich endlich das allererste Neil-Diamond-Konzert sehen konnte, dafür dann direkt in London. Die ’99er-Tour war bekanntermaßen auch der Katalysator für die Einrichtung eines deutschsprachigen WWW-Forums. Here we were! 😀

Und wie war es bei Euch? Bin sehr gespannt auf Kommentare 🙂

Memphis Flyer

(Take me home to a point down south
Got to go just to keep from dying…)

Vor etwa 30 Jahren, als Neu-Fan, war der Kontakt zu anderen ND-Interessierten existenziell und essentiell wichtig. Im Laufe der Jahre habe ich viele, sehr unterschiedliche, Treffen besucht. Kleine, große, organisierte, informelle, offizielle und spontane.

Ulm 2019: einige NeilDiamondFans in der Hotelbar
Bild: @elisabeth

Das Fantreffen in Ulm, das zu Ehren Neils stets im Januar das Fan-Jahr eröffnet, ist dabei Königsdisziplin. 😉 Hier begegnet man tatsächlich dem „harten Kern“, dem Herz der Fangemeinde. Ulm liegt nicht zentral und die Zusammenkunft hat auch kein geplantes Programm. Da sind nur die Teilnehmer an sich, Freunde kommen zusammen: Eine kleine Runde fügt sich ins Bild der beschaulichen Ulmer Wochenendszene…Zusammengehalten wird es durch Menschen, die bereit sind, ihre Zeit einer weiten Anreise zu widmen, um Freunde zu treffen; und durch bestimmte Elemente (Verrücktheiten? 😉 ), die mit der Zeit liebgewonnen sind und auf die man sich über’s Jahr freuen kann. Fast wie ein kleines Weihnachten, dazu kommt passend die leicht verschneite, württembergische Kulisse.

Wollt ihr wissen, wie es diesmal war? Für registrierte Fans wird es in Kürze eine Galerie mit vielen Impressionen geben. Hier zunächst *mein* Ulmer Ausflug 2019 in Wort und Bild (auch zur Info für diejenigen, die überlegen, ob sie einmal dabei sein möchten):

Als eine der letzten bin ich am Samstag eingetroffen, ging terminlich nicht anders. Kenner treffen mindestens einen Tag früher ein (diesmal ging es für einige sogar schon am Mittwoch los – offensichtlich geht es down south lagerkollerfrei zu), die kleine Auszeit wird bestmöglich genossen.

Am Bahnhof hätte ich doch fast mein stattliches Empfangskomitee verpasst, das mich aber rechtzeitig abfing und fürsorglich zum Hotel geleitete: @elisabeth, @bluejeanie, @habibati, @moschwa und @onlyme, das war echt stark, hihi! 😀 Dann wurde erstmal stilvoll geklönt, mit Sekt, Prosciutto und einer Käseselektion. @redeine und @christel kamen im Partyzimmer dazu, wo liebevoll ausgewählte Gimmicks ausgetauscht wurden – unter Garantie ist diese Szene herzlicher und ‚besinnlicher‘ gewesen als viele Weihnachtsfeiern. 🙂 Prosit.

Danach ging es, gut eingestimmt und inzwischen vollzählig besetzt, ins Gerberhaus in der Innenstadt. Die Neilfans fallen dabei lediglich durch Fanshirts auf und, wenn man aufmerksam hinsieht, durch Ettis immer ausgefeilter werdende Tischdekoration. Es gibt kein Skandieren von Slogans oder Songzeilen – ein normaler Lokalbesuch eben. Beim Essen (und dem obligatorischen Rotwein) entspinnen sich sehr schnell Unterhaltungen, in die meist die komplette Runde einbezogen ist, große Verbundenheit lässt wenig Themenlücken. So viele Jahre, so viele Erfahrungen, man möchte sie alle noch einmal erleben!

Blick in die Runde (2019) (Bild: @elisabeth)

Natürlich verließen die NDF quasi als letzte die Restauration, wobei man das nächste Ziel schon vor Augen hatte: in der Hotelbar wartete um Mitternacht @elisabeths legendärer Käsekuchen. Am Liebsten möchte man solche Nächte einfach durchfeiern, was diesmal durch die Abwesenheit von @sabinew erschwert wurde. Kein Singalong! Ein sehr liebgewonnenes Element ist Sabine an der Gitarre, ein kleines Singalong, soweit es die Location erlaubt. Hommage an the singer and his song. Diesmal musste das leider entfallen und so gingen wir dann doch schlafen, bevor es wieder hell wurde…

Nach dem Frühstück mussten wir uns wiederum verabschieden und auf die teils weiten Heimwege zwischen Bremen und Wien machen. Das Ulmer Treffen zeigt, dass sich alle Mühseligkeiten jedes Mal und immer wieder lohnen. Es ist stets eine kleine Runde zu Jahresbeginn, aber diese Zusammenkunft ist ein Beispiel, was ein „Fantreffen“ jenseits aller Klischees und Vorurteile wirklich sein kann. Vor 30 Jahren war so eine Gemeinschaft mein größter Traum, umso glücklicher bin ich heute, ein Teil davon sein zu dürfen.

Ulm, you’ve been fantastic! Coming up next: Mannheim… 😉

(Komplette Galerie folgt)


Captain Of A Shipwreck

Ein Jahr ohne ND on stage, aber ein Jahr mit kleinen und sehr positiven Eindrücken aus Neils Alltag. Möge dieser Tag heute ihn in Wohlbefinden antreffen, im Wissen um all die Liebe und Wertschätzung, die ihm weltweit zuteil wird. Für die zeitlosen Momente, die er uns geschenkt hat:
Happy birthday, Mr. Neil Diamond! Auch in diesem Jahr erheben wir wieder die Gläser – hier stellvertretend schonmal ein paar Gratulant(inn)en aus den Reihen der NeilDiamondFans.de.

Here’s to you! 🙂

Und in Kürze wird die Galerie der guten Wünsche aktualisiert. Der nächste Fantreff, der regionale Ulmer Stammtisch, wird am kommenden Wochenende kollektive gute Wünsche übermitteln. A votre santé…

The Way

Liebe Neil-Diamond-Fans, ein neues Jahr hat angefangen! Alles Gute, hoffentlich warten viele schöne Momente.

Tatsächlich ist 2019 ein besonderes Jahr, diese Webseite bzw. das Forum wird ganze 20 Jahre alt. Entstanden ist sie/es aus einer Mailing-Liste, die @hermann damals ins Leben gerufen hat, damit wir Reviews der ’99er Tour und andere Presseartikel austauschen konnten. Im Laufe der Zeit kamen und gingen etwa 2.000 Teilnehmer, und wir sind tatsächlich noch online, trotz Social Media und fortschreitenden Alterserscheinungen in allen Bereichen.

Das muss gefeiert werden. Neben dem traditionellen Fantreffen in Ulm (26. Januar) gibt es in diesem Jahr ein weiteres Event für ND-Fans: Unsere Jubiläumsparty .

Am 1. Juni treffen wir uns in Mannheim. Lasst uns feiern! In 20 Jahren gab es so viel Anlass dazu: die vielen großartigen Konzerte, die wir sehen durften, Begegnungen mit Neil und der Band. Freundschaften mit anderen Fans sind entstanden, sogar Liebe! 🙂

Lasst uns auf Neil, uns und die guten Zeiten anstoßen, mit viel (selbstgemachter) Musik, ein paar Überraschungen und natürlich gutem Essen. Y’all come!

Informationen zu den Fantreffen findet ihr im Forum oder auf Facebook.

https://www.facebook.com/events/160658347961338/

Cheers, everybody, and a very happy new year! 🙂 smilevictory

Holly Holy

Am 5. Oktober wurde endlich die Zeremonie zur Verleihung der Grammy-„Lifetime Achievement“-Awards ausgestrahlt. Wie gewohnt unter Ausschluss der europäischen Öffentlichkeit. 😉

Auch derdanach veröffentlichte YouTube-Clip (PBS) ist aus „rechtlichen Gründen“ bei uns nicht verfügbar. So sind wir mal wieder auf die sozialen Netzwerke angewiesen, wo barmherzige Mit-Fans für uns Neils Auftritt geteilt haben. Die Soundqualität ist suboptimal, aber so bekommen auch die vernachlässigten deutschen Fans endlich einen Eindruck: Holly Holy weiterlesen

Sweet L.A. Days

Quelle: neildiamond.com

Knapp vier Wochen haben wir nun Hot August Night, die dritte. Im Forum wurde bereits darüber diskutiert. Da ich länger nichts veröffentlicht habe, mache ich aus meinem Bericht einen Artikel. Ihr dürft reichlich kommentieren und ggf. widersprechen! 😉

Dieses Album kauft man nicht als normale Audioausgabe, sondern zwingend mit DVD oder Blue-ray. Denn das zentrale Element ist hier die Kombination von Sound und Bild: Neil, zu diesem Zeitpunkt immerhin 71 Jahre alt, präsentiert sich als souveräner Entertainer, der sich, das Publikum und die Location feiert.

Und da sind wir beim Stichwort – wir erleben eine Party. Mr. Diamond erscheint gut gelaunt und vital, die Bässe wummern und das Publikum ist absolut zugewandt.

40 Jahre liegen zwischen HAN und HAN III, Jahrzehnte mit dutzenden großartigen Songs aus Neils Feder. Passend zum Anlass liefert Neil ein Greatest-Hits-Repertoire, das ihn fast deckungsgleich auf allen folgenden Touren begleitet hat. Mir gefällt hier die auffällige Beimischung der Publikumsreaktionen, der Applaus, die Rufe, sie gehören mit dazu. Neils Party-Arrangements sind dynamisch und laut und unterscheiden sich teilweise sehr von denen seiner letzten Tour. Wunderbar sind aber die Streicher, die vielen Songs eine besondere Note (haha) verleihen, eine tolle Ergänzung zur ohnehin vielköpfigen Band.

Mir persönlich gefallen auf diesem Album eher die Uptempo-Nummern…die Balladen hat man 2017 in so berückend schöner Performance erlebt, dass sie hier manchmal zu lapidar klingen, fast ironisch. Wobei man natürlich trotzdem die kraftvolle Intonation loben muss, auch wenn hier noch -anders als wenige Jahre später- die Betonung gerne und lange auf den Endkonsonanten liegt, eine diamondsche Spezialität. 🙂 Yesssssss!

So finde ich den Opener „Soolaimon“ gelungen und stark, während mich das Finale nicht so angesprochen hat. „I’ve Been This Way Before“ ist eins meiner Lieblingsstücke, aber Neil verfällt hier in eine Art abgehackten Sprechgesang, so dass mein Vergnügen etwas getrübt ist. Dafür freue ich mich darüber, Linda Press zu hören…Mit den Waters‘ konnte ich mich nie so recht anfreunden bisher. Dann doch lieber Linda, trotz allem.

 Sehr schön die Slow-Variante von „I’m A Believer“, die hat mir auf der 15er-Tour auch gut gefallen. „Sweet Caroline“ (oh ja, ich kann diesen Song immer noch und immer wieder hören 😉 ), hier mit Publikum und allem, gehört tatsächlich zu den schönsten Liveaufnahmen. Das ist Neil. Etwas wehmütig höre ich „Pretty Amazing Grace“, das mit seiner Dynamik genau zu Neils dortiger Performance passt, hier hätte ich mir –neben „We“- tatsächlich weitere Songs aus der Rubin-Phase gewünscht. Aber wir sind beim Feiern, also:

HAN III funktioniert für mich am Besten, wenn die Zuschauer dabei sind. „Forever In Bluejeans“ z.B. Und „Brother Love’s Traveling Salvation Show“ – obwohl ich kein Fan dieses Songs bin und mich der Backgroundgesang eher nervt, finde ich Neils Darbietung hier wirklich gut. Gesang statt Geschrei und glaubwürdige Intonation.

Von Songs wie „Glory Road“ hätte ich mir mehr Ausdruck erhofft, aber da bin ich vielleicht noch zu sehr im Bann der 2017er Konzerte. Insgesamt ist das eine gute-Laune-Platte bzw. DVD, die einem garantierte Ohrwürmer für den ganzen Tag beschert. Natürlich in keinster Weise mit der Ur-HAN zu vergleichen, aber das ist auch gar nicht die Intention. Das Album fängt die wunderbar ausgelassene Stimmung im Greek ein, und man hätte sich gewünscht, dass auch Neils Sprechanteile und sein Duett mit Jack Black den Weg in die Trackliste gefunden hätten.

Was das künstlerische betrifft, erhoffe ich mir, eines Tages Liveaufnahmen von 2017 veröffentlicht zu sehen. Neil konnte sich gesangstechnisch in den letzten zwei Jahren enorm steigern, was schon auf „Acoustic Christmas“ deutlich geworden war. Keine Betonung der Endkonsonanten mehr, wunderbar getragene Melodien statt Sprechgesang und der so berührende Ausdruck in Stücken wie „I Am…I Said“, „Both Sides Now“ und „Dry Your Eyes“, das war erstklassig. Auf HAN III hören wir ihn anders, aber nichtsdestotrotz ist das für Fans ein schönes Album.

Meine Hörtipps sind die Uptempos. 😉 Viel Vergnügen!